Pühringer...
Es hat ein paar Tage gedauert, bis die 15-jährige Arigona das Gesprächsangebot mit dem Landeshauptmann angenommen hat, heute Nacht war es aber so weit. Arigona hat Josef Pühringer (ÖVP) empfangen, es war aber eher ein Gespräch wie von einem Vater mit seiner Tochter als eine Unterredung eines Landeshauptmanns mit einer Asylantin. Substanzielle Fragen der Abschiebung seien nicht angesprochen worden, sagt Pühringer: "Wir haben natürlich am gestrigen Abend die Grundsatzfrage, nämlich die Asylfrage, nicht erörtert. Das wäre ihr in diesem Zustand auch gar nicht zumutbar gewesen."Hilfe für Familie und Priester
Arigona habe oft geweint in der halben Stunde der Aussprache, Pühringer findet aber, dass das Mädchen jetzt in besten Händen ist: "Ich habe ihr zugesagt, dass wir dem sie betreuenden Priester, Herrn Pfarrer Josef Friedl aus Ungenach, jegliche Hilfe zur Seite stellen, die er benötigt, vor allem psychologische Hilfe für das Mädchen."
Pühringer: "Brauchen restriktives, strenges Asylrecht"
Wie es weiter geht mit Arigona und ihrer Mutter, die nach einem Nervenzusammenbruch jetzt das Krankenhaus verlassen konnte und bei einer befreundeten Familie im Attergau untergekommen ist, diese Frage kann der Landeshauptmann nicht beantworten. Ihm ist wichtig, dass trotz des berührenden Einzelfalls der Zogajs die österreichischen Fremdengesetze eingehalten werden. "Man kann nicht vom Einzelfall auf eine generelle Lösung schließen, so bedauerlich manche Einzelfälle sein mögen. Wir brauchen eine konsequente, ja eine restriktive und strenge Asyl- und Fremdenpolitik. Das ist überhaupt keine Frage, denn wir sind ein kleines Land. Andererseits braucht man für Fälle, die durch wessen Zutun auch immer, da war im konkreten Fall Eigenverschulden dabei, keine Frage, der Medienrummel, Lösungen im Einzelfall. Man kann jetzt das Mädchen und die Mutter nicht einfach unbetreut lassen, das wäre unmenschlich."
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Platter "hocherfreut" über Arigonas Auftauchen
In der Causa Arigona Zogaj ist vor allem Innenminister Günther Platter (ÖVP) schwer unter Beschuss geraten. Unmenschliches Verhalten wurde ihm vorgeworfen, seine Politik sei asozial, unchristlich und familienfeindlich, so der Chor der Kritiker. Heute zeigt er sich erleichtert darüber, dass Arigona wieder aufgetaucht ist.
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